Rofflaschlucht

Posted on 13. Mai 2012 by medicine No Comments

 

Kajak-Abenteuer

Im April 2012 nutzten Thomas Roggenmoser und einige Kajak-Freaks den höheren Wasserpegel des Hinterrheins in der Rofflaschlucht für eine spannende Abfahrt durch die enge Klamm, wo der Rhein noch als wildes Gebirgswasser tost, bevor er die berühmte Via Mala durchschneidet.

Die Schlucht oberhalb des Rofflawasserfalls ist fast unberührtes Gebiet – zu Fuß eigentlich nur für Kletterer zugänglich. Um so spezieller die Abfahrt per Kajak – allerdings nur für sehr erfahrene Kajaksportler zu empfehlen!

 

Geschichte der Rofflaschlucht

Oberhalb der Via Mala betritt man durch das  Gasthaus zur Rofflaschlucht, das schon seit vielen Generationen von Familie Melchior betrieben wird, die enge Klamm. Es ist geradezu ein Geheimtipp, auf den ein kleines Schild aufmerksam macht.

Christian Melchior, der gegen Ende des 19. Jahrhunderts sein Glück in den USA suchte, erlebte schon damals die Niagara-Fälle als Touristenmagnet. Sofort erkannte er das Potential des Wasserfalls in der Schlucht hinter dem Elternhaus und kehrte in die Schweiz zurück. Kaum jemand wußte von diesem Naturspektakel, denn die Klamm war noch völlig unzugänglich. 1907 begann er seine Vision umzusetzen, bohrte, meiselte und sprengte in 7 Wintern einen 300 Meter langen Weg in die Steilwand bis zum Wasserfall. Aber erst in den 60er Jahren, als die Italien-Touristen hier zum Splügenpass vorbeifuhren, profitierte die Wirtsfamilie langsam von der Vision und der harten Arbeit ihres Vorfahren.  Die heutigen Wirtsleute, Fluregn Melchior und seine Frau Doris, haben also außer zünftiger Speise und Quartier also noch weit mehr zu bieten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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